Donnerstag, 22. Mai 2014

Rums

Heute RUMSt es bei mir zum allerersten Mal. Bei RUMS geht es darum, selbstgemachte Sachen zu zeigen, einzige Voraussetzung: Man hat sie für sich selber gemacht und nicht für andere. Jeder, der dem Handarbeitswahn verfallen ist, wird das Problem sicher kennen: Man macht sehr viel für andere und kommt dabei selber manchmal einfach zu kurz, von daher eine sehr schöne Idee.

Ich habe heute endlich eine neue Schürze für mich genäht:


Den Stoff habe ich auf einem Stoffmarkt entdeckt und da er mir auf Anhieb gefallen hat, hab ich einfach mal ein bisschen was mitgenommen.

Aus den Resten habe ich dann gleich noch ein Würfelsäckchen genäht (nach dem Schnittmuster von DragonChow):




Samstag, 29. März 2014

Utensilo - zwei Varianten


Utensilos eignen sich sehr gut zur Aufbewahrung von allerlei Kleinkram - damit könnt ihr zum Beispiel Ordnung in euer Nähzubehör bringen, ihr könnt sie im Flur zur Aufbewahrung von Schlüsseln nutzen oder ihr verwendet ein größeres Utensilo als Brotkorb. Außerdem eignen sie sich sehr gut zur Verwertung von Stoffresten.


Ihr benötigt zwei verschiedene Stoffe und eventuell eine Einlage. Ich habe Vlieseline H 630 verwendet - wenn eure Utensilos fester werden sollen könnt ihr auch Schabrackeneinlage verwenden oder den Boden mit Decovil I verstärken.
Aus den Stoffen und der Einlage schneidet ihr jeweils zwei Teile zu. Meine haben eine Größe von 15 cm x 10 cm. Unten müsst ihr dann noch kleine Quadrate ausschneiden (bei mir sind sie 2 cm x 2 cm groß ) - durch diese bekommt das Utensilo später seinen Boden.


Die Einlage bügelt ihr auf die linke Seite eures Außenstoffes. Anschließend legt ihr die zwei Teile aus Außenstoff rechts auf rechts aufeinander und fixiert sie mit ein paar Stecknadeln. Jetzt steppt ihr die Seitennähte und die Bodennaht ab - ich verwende dafür eine Natzugabe von etwa 0,75 cm. Die Teile aus Innenstoff näht ihr fast genauso zusammen - allerdings bleibt dort ein Teil einer Naht offen damit ihr das Utensilo später wenden könnt.


Jetzt müssen die Ecken geschlossen werden. Dafür greift ihr den Stoff an den innenliegenden Ecken und zieht die Teile auseinander bis Seiten - und Bodennaht aufeinandertreffen. Ihr bekommt dann so eine Ecke:


Fixiert diese mit einer Stecknadel und steppt sie ab.


Das Gleiche macht ihr mit den anderen Ecken. Danach müssen Außen- und Innenstoff nur noch zusammengefügt werden. Dafür wendet ihr den Außenstoff so, dass die rechte Seite außen ist und den Innenstoff wendet ihr so, dass die linke Seite außen ist. Dann kommt der Innenstoff über den Außenstoff - so liegen die Teile rechts auf rechts aufeinander. 


Fixiert alles mit ein paar Stecknadeln und steppt die Kante einmal rundherum ab. Jetzt wendet ihr das Utensilo und schließt die Wendeöffnung. Das könnt ihr von Hand mit einem Matratzenstich machen oder ihr verwendet die Nähmaschine.


Sobald ihr die Wendeöffnung geschlossen habt, ist euer Utensilo fertig.


Ihr könntet den Rand noch rundherum absteppen - wenn ihr vorher schon wisst, dass ihr das machen wollt, könnt ihr die Wendeöffnung im Futter übrigens weg lassen und näht dafür die obere Kante nicht komplett zu. Die Öffnung wird dann automatisch geschlossen, wenn ihr den Rand absteppt. Ich mache das nur bei sehr glatten Stoffen, damit das Utensilo seine Form behält.

Für diejenigen, die die Größe des fertigen Utensilos genau bestimmen wollen, gibt es auch noch eine andere Möglichkeit es zu nähen.

Dafür müsst ihr nur drei Teile zuschneiden - je eines aus Innen - und Außenstoff und eines aus Einlage. Die sehen dann etwa so aus:


Überlegt euch, wie breit und wie lang (meines ist 10 cm x 5 cm) euer Utensilo werden soll und zeichnet auf die linke Seite des Außenstoffes ein Rechteck mit den entsprechenden Maßen auf (vergesst nicht die Nahtzugaben dazuzurechnen) Dann überlegt ihr euch die Höhe (bei mir ebenfalls 5 cm) und zeichnet die anderen Rechtecke außenrum - diese haben als Maße dann Höhe x Breite bzw Höhe x Länge. Das schneidet ihr dann in einem Stück aus. Aus Einlage und Innenstoff schneidet ihr genau die gleichen Teile zu.

Bügelt die Einlage auf die linke Seite des Außenstoffes. Anschließend steckt ihr Außen- und Innenstoff rechts auf rechts aufeinander und näht alle Seiten zu.


Die Ecken müssen natürlich auch noch zusammengenäht werden. Dafür zieht ihr die Stoffe wie oben beschrieben auseinander. Dabei trifft Innenstoff auf Innenstoff bzw. Außenstoff auf Außenstoff und die jeweiligen Seitennähte treffen ebenfalls aufeinander. Ihr erhaltet dadurch einfach eine größere Ecke als bei der anderen Variante. Steckt sie wieder fest und steppt sie ab. Bei einer der Ecken lasst ihr auf der Seite, auf der Innenstoff auf Innenstoff trifft, eine Wendeöffnung.






Wenn alle Ecken abgesteppt sind, wendet ihr das Utensilo. Sobald ihr die Wendeöffnung geschlossen habt (wieder von Hand mit dem Matratzenstich oder mit der Nähmaschine) ist euer Utensilo auch schon fertig.




Sonntag, 26. Januar 2014

Einen Loop nähen

Heute habe ich es endlich mal geschafft, die Fotos für meine Loop-Anleitung zu machen. Aber der Winter hat ja ohnehin gerade erst angefangen.

Für einen Loop benötigt ihr nicht viel Material. Lediglich zwei Stoffstreifen - meine sind 25cm breit und ca 140 cm lang - je nachdem wie der Stoff eben ausfällt. Ihr könnt den Loop natürlich auch aus einem breiteren Stoffstreifen nähen, wenn er nur aus einem Stoff sein soll. Ich habe als Vorderseite einen dünnen Baumwollstoff genommen und als Rückseite ein kuscheliges Fleece.




Die Stoffstreifen legt ihr rechts auf rechts aufeinander und näht die langen Seiten zusammen. (Wenn ihr einen einzelnen breiten Stoffstreifen verwendet, faltet ihr ihn der Länge nach so aufeinander, dass die rechten Seiten aufeinander liegen und näht dann die lange Seite zu.)

Anschließend wendet ihr den Schal und jetzt wird es ein bisschen knifflig. Ihr habt jetzt noch zwei kurze, offene Seiten, an denen der Schal zu einem Loop geschlossen werden muss. Dafür legt ihr ihn erst einmal so, dass die Außenseiten des Schals rechts auf rechts liegen.




Jetzt steckt ihr die Außenseiten des Schals rechts auf rechts mit Stecknadeln fest (den Rückseitenstoff dürft ihr dabei nicht mit feststecken).




Wenn ihr den Außenseitenstoff rechts auf rechts gesteckt habt, macht ihr noch ein kleines Stückchen weiter mit dem Rückseitenstoff.




Den Rückseitenstoff steckt ihr auch rechts auf rechts, soweit wie ihr eben kommt (ist in der Regel nur ein kleines Stückchen). Falls ihr euch nicht sicher seid, heftet die Seiten einfach mal grob mit einem Heftfaden zusammen, anstatt Stecknadeln zu benutzen, und wendet es dann einmal, dann seht ihr, worauf das Ganze hinausläuft.

Ihr müsst jetzt die zusammengesteckten Seiten unter die Nähmaschine legen, das ist ein bisschen knifflig, ihr müsst nämlich aufpassen, dass ihr immer nur zusammengehörige Seiten (also Außenstoff + Außenstoff und Rückseitenstoff + Rückseitenstoff) zusammennäht und nichts anderes mitfasst.
Wenn ihr mit nähen fertig seid, wendet ihr alles nach Innen und dann müsste euer Loop so aussehen:




Die kleine Öffnung auf der Rückseite muss jetzt nur noch von Hand geschlossen werden. Dafür verwendet ihr am besten einen  Matratzenstich. Der lässt sich schwer erklären, deswegen würde ich euch empfehlen, einfach mal bei Youtube danach zu schauen. Gibt gute Videos, in denen der sehr anschaulich erklärt wird. Und fertig ist der Loop:




Wenn ihr leichte Stoffe verwendet, eignet sich so ein Loop auch wunderbar als Accessoire an kühlen Sommerabenden.


Hier eine kleine Auswahl meiner Loops:



Der Hintere (schwarz-pink) hat übrigens noch eine kleine Besonderheit. Ihn habe ich nicht so geschlossen, wie die anderen beiden, sondern habe an den kurzen Seiten Druckknöpfe angebracht, so dass er wie ein Loop getragen werden kann, aber beim An- und Ausziehen nicht immer die Frisur ruiniert ;)

Dafür habe ich einfach Markierungen für die Oberteile der Knöpfe angebracht (die mit dem Knubbelchen)




Dann habe ich die Oberseiten der Druckknöpfe mit einer speziellen Zange befestigt (geht auch mit einem Hammer) und habe diese benutzt, um die Markierungen für die Unterseiten zu machen. Einfach die Knöpfe ordentlich auf den Stoff drücken, so dass man die Abdrücke sieht, dann wisst ihr genau wo die Unterseiten angebracht werden müssen.





Nachdem alle Knopfteile befestigt waren, habe ich die kurzen Seiten etwa 1 cm nach innen umgeklappt, festgesteckt und von Hand mit dem Matratzenstich geschlossen.




Und fertig ist der Schummel-Loop.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Nähwettbewerb bei Lillesol und Pelle

Bis zum 09.01.2014 gibt es einen Nähwettbewerb bei dem man eine eBook-Flatrate gewinnen kann. Dazu muss man nur ein kleines Kosmetiktäschchen nähen. Schnitt und Anleitung bekommt man auf der Seite von Lillesol und Pelle zur Verfügung gestellt.
Ich habe zwar schon einige Kosmetiktäschchen, aber eine mehr kann ja auch nicht schaden. Also habe ich (da es schnell gehen musste) meine Reste-Kiste durchsucht und daraus ist folgendes Täschchen entstanden:




Jetzt heisst es also Daumen drücken und abwarten :)

Dienstag, 3. Dezember 2013

Jeans kürzen

Heute gibt es eine kurze, aber für den Alltag sehr nützliche Anleitung. Es geht darum, Jeans zu kürzen und den Originalsaum zu erhalten, allerdings auf eine schnelle und sehr einfache Weise.

Ersteinmal müsst ihr schauen, um wie viele cm eure Hose gekürzt werden muss (ich messe dafür meistens die Beinlänge von einer Hose aus die mir von der Länge her gut passt).
Die Hose liegt mit der rechten Seite außen vor euch und ihr schlagt die Hälfte der zu kürzenden Länge nach außen um.


Ihr könntet das mit Stecknadeln befestigen, aber ich bügel es einfach nur gründlich, das reicht in der Regel aus.

Ihr müsst nur darauf achten, dass die Seitennähte direkt aufeinander liegen.


Dann näht ihr ganz knapp an der Kante des Originalsaumes entlang. Hab das auf dem nächsten Bild mit einer Stecknadel markiert, damit ihr wisst, welche Kante ich meine


Wenn ihr mit nähen fertig seid, müsste das Ganze von Innen dann so aussehen:


Ihr könnt euch jetzt überlegen, ob ihr den Stoff oberhalb der Naht abschneiden wollt (aber die Hose vorher auf jeden Fall anprobieren!!!), so dass nur noch eine kurze Nahtzugabe (ca. 0,5 cm) übrig ist, die könnt ihr dann noch mit einem Zick-Zack-Stich versäubern oder ihr lasst den Stoff dran. Ich schneide ihn meistens nicht ab, weil mich das bisschen Extra-Stoff nicht stört und ich so die Möglichkeit habe, die Hosenbeine zu verlängern, falls ich doch mal höhere Schuhe zu der Hose tragen möchte.
Auf jeden Fall solltet ihr das Ganze gründlich bügeln und dann seid ihr auch schon fertig.
Hier mal das umgenähte Bein und das Original im Vergleich:


Wenn man genau hinschaut, erkennt man den Unterschied natürlich, aber beim Tragen fällt es nicht auf, außerdem geht es schnell und sieht auf jeden Fall besser aus, als eine Jeans ohne Originalsaum.

Adventskalender

Mit kleiner Verspätung habe ich es endlich geschafft, meinen Adventskalender aufzuhängen :)

Die kleinen Söckchen hat meine Oma gestrickt, um den oberen Teil habe ich mich gekümmert. Ich habe dafür ein Näh-Paket verwendet, das die benötigten Stoffe, eine kurze Anleitung und die Vorlagen für die Applikationen enthielt.


Montag, 2. Dezember 2013

22 in 222

Beim Stöbern nach neuen Ideen und Anregungen habe ich diesen Blog mit der Aktion 22 in 222 Tagen entdeckt.

http://aepplegroen.blogspot.de/2013/11/neue-aktion-22-dinge-in-222-tagen.html


 Es geht darum, eine Liste mit 22 Dingen zu erstellen, die man in den nächsten 222 Tagen erledigen möchte. Die Liste wird dabei in 11 Kreativprojekte und 11 Gut-Tu-Sachen unterteilt (ich finde, das erleichtert die Sache ziemlich). Es gibt auch Aktionen mit 30 in 300 oder sogar 101 in 1001, aber es ist gar nicht so leicht, sich so viele Sachen einfallen zu lassen, also fange ich erst einmal klein an :) 

Dauer: 02.12.2013 - 13.07.2014


Meine 11 Kreativprojekte:

1. ein Bodenkissen nähen
2. ein Näh-Utensilo, damit ich meine Sachen besser transportieren kann
3. alle angefangenen Nähprojekte fertigstellen 1 2 3 4 5 6
4. Meine Nähsachen aufräumen (Schrank, Schubladen usw.)
5. neue Kissenbezüge für die Sofa-Kissen (erledigt am 04.05.2014)
6. meinen Adventskalender fertigstellen (erledigt am 03.12.2013)
7. zwei Loops nähen 1 2
8. kleine Utensilos für meine Nähschubladen nähen (damit die Ordnung auch erhalten bleibt) (erledigt am 25.03.2014)
9. die Decke fertig stricken, an der ich schon seit Jahren arbeite (erledigt am 15.02.2014)
10. neue Anleitungen für meinen Blog schreiben (mindestens 5 Stück)  1 2 3 4 5
11. ein Würfelsäckchen für meinen Freund nähen (erledigt am 25.05.2014)


Nun meine 11 Gut-Tu-Sachen:

1. jeden Tag genug trinken
2. wieder regelmäßig Sport machen (3 Mal pro Woche)
3. meinen Kleiderschrank ausmisten (erledigt am 10.02.2014) 
4.endlich meine Schwester in ihrer neuen Wohnung besuchen  (erledigt am 15.12.2013)
5. ein gemütlicher Weihnachtsmarktbesuch (mit leichter Verspätung am 30.12.2013 erledigt)
6. endlich mal wieder zum Friseur gehen (erledigt am 21.05.2014)
7. mindestens einmal in die Therme gehen (einmal hat es immerhin schon geklappt - 23.04.2014)
8. wandern gehen
9. ein Spieleabend mit Freunden (erledigt am 27.12.2013)
10. im Steakhaus essen gehen
11. mindestens ein neues Rezept pro Monat ausprobieren 1 2 3 4 5 6 7 8

Wenn ihr Lust habt, folgt dem Link und schaut euch die Seite mal an und vielleicht habt ihr ja sogar Lust mitzumachen :)